Duvalia Haw. (Asclepiadaceae)
Die Pflanzen sehen wie Stapelien aus und sind auch mit diesen verwandt. Das Genus umfaßt gegen 20 Spezies und tritt in wärmeren, trok-kenen Teilen Afrikas, vereinzelt auch in Südarabien auf. Die Pflanzen haben niederliegende, sich etwas aufrichtende, kurze, 4- bis ökantige Stämme mit stumpfen Rändern mit Höckern und kurzen Zähnen. Die Blüten werden verschieden groß, ihre Röhre ist in einen fleischigen Ring umgewandelt, an dessen Rand die 5 Kronzipfel sitzen.
D. compacta Haw. bekommt beinahe eiförmige, kurze Sprosse mit braungrüner Epider-mis. Die einzeln oder bis 5 beisammen stehenden Blüten sind etwa 2 cm breit. Farbe bräunlicher Grundton.
D. sulcata N. E. Br. wächst 6 cm hoch und hat grau-, auch blaugrüne, 4kantige Triebe mit roten Flecken und langen, spitzen Zähnchen. Die Blüten erscheinen meistens einzeln auf langen Stielen und werden 4,5 cm breit. Ihr Ring ist mit blaßroten, ziemlich langen Haaren bedeckt, die eiförmigen, in eine Spitze auslaufenden Kronzipfel werden leuchtend rotbraun. Flor im Frühjahr bis Sommer.
Wert, Ansprüche, Anzucht: Für Freunde seltsamer Pflanzen interessante Gewächse, die aber nicht so reich und auffällig blühen wie Stapelien. Sie brauchen als Gefäße keine Töpfe, sondern Schalen. Die Erde muß humusreich, locker und gut durchlässig sein. Im Sommer sollen die Bestände hell, doch nicht in praller Sonne stehen, auch geschützt vor Wind. Nach dem Flor folgt eine Ruheperiode, wo man nur wenig gießen darf, doch sollen die Pflanzen nicht schrumpfen. Im Winter sind +8 bis 10 °C nötig. Vermehren läßt sich im Frühling durch Stecklinge.
